Termine





 

 

10. & 11. September 2011


Kurs: "Erste Hilfe"

 

13. August 2011


Kurs: "Lebensrettende Sofortmaßnahmen für Führerscheinbewerber"

 

 

 

 

 

 


 
Wir über unseren Ort Steinberg 

 

Geschichte  

Steinberg ist ein Dorf im nördlichen Hochwald, das der Stadt Wadern zugehörig ist. Unser Ort hat 1.172 Einwohner (nach derzeitigem Stand) und umfasst eine Fläche von 463 Hektar. Steinberg, am steilen Hang des Teufelskopfes gelegen, erlaubt einen weiten Blick über das Gebiet der Stadt Wadern und darüber hinaus. Für Erholungssuchende bietet sich ein Spaziergang an, besonders auf den Wegen durch das Naturschutzgebiet Wahnbach - Tal (entlang des Wahnbachs) inmitten eines großartigen Waldgebietes, an dessen Rand Steinberg liegt. Am folgenden Foto sieht man, wie es sich an den Wald unterhalb des Teufelskopfes anlegt:

 

Erste Siedlungen und Mittelalter:

Erstmals urkundlich erwähnt wird Steinberg im Trierer erzbischöflichen Urbar (Steuerschrift) von 1220, gemäß dem es zum Forstamt Kell gehörte (Forsthubendorf). Funde lassen vermuten, dass der Ort vermutlich um die Wende des 13. Jahrhunderts durch Franken entstanden ist. Der Ort gehörte früher zum Kurfürstentum Trier und war in Verwaltungs-, Gerichts- und Steuer-angelegenheiten dem Amt Grimburg unterstellt.

Große Teile des heutigen Saarlandes und Hochwalds waren schon von Kelten (schon seit dem 5. vorchristlichen Jahrhundert) besiedelt. Zahlreiche Gräber, die nur unweit von Siedlungen angelegt werden konnten, und die bekannten Ringwälle keltischen Ursprungs bei Otzenhausen und Hermeskeil legen diese Vermutung nahe. Archäologische Funde von Grabanlagen samt Beigaben häuften sich in den letzten beiden Jahrzehnten; so sind kleinere Anlagen in Löstertal, Zerf und Schwarzenholz zu nennen. Die Römer, nachdem sie die Kelten im ersten nachchristlichen Jahrhundert als herrschende Bevölkerungsgruppe in unserem Gebiet abgelöst hatten, hinterließen uns einige Beispiele ihrer manieristischen Baukunst, wie etwa die Villa Borg in der Nähe von Orscholz oder die berühmte Villa in Nennig. Die kunstvollen Mosaike und Thermenanlagen künden noch heute von einem mondänen Lebensstil der dominierenden Militärmachthaber.

Der Ort Steinberg selbst war zu dieser Zeit nichts außer dichtes Waldgebiet; erst um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert errichteten einfache Siedler fränkischer Herkunft ein kleines Dorf nahe des dichten Waldes. Das Leben, wie es sich für die Siedler darstellte, dürfte unserem gängigen Bild des Hochmittelalters entsprochen haben: während die Männer als Holzhauer oder Köhler sich nur einen Teil des Lebensunterhaltes verdienen konnten, musste der Wald mit Holz, Früchten und seinem Wild seinen Beitrag leisten; Frauen und Kinder hatten viel mit dem Kleinvieh und dem wenigen Land zu tun. Dennoch gab es "Wohlstand" im heutigen Sinne sicherlich nicht und die Siedlung wuchs nur sehr langsam. Die kleinen Dörfer des Hochwaldes blieben von den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges nicht verschont: viele Dorfbewohner wurden getötet - auch durch die Pest -, in die Wälder vertrieben und ihr kärglicher Besitz geplündert. Hohe Kindersterblichkeit, mangelhafte Hygiene und das "karge Brot" der Landbauern taten ihr Übriges.

 

Neuere Geschichte und jüngste Vergangenheit:

Noch im Jahre 1789 zählte die Gemeinde nur 132 Einwohner, und dies bei einer Gemarkung von 460 Hektar. Um den riesigen Waldbesitz wirtschaftlich besser nutzen zu können, ging die Fläche nach und nach bis 1820 in staatliche Hand über. Für die Bewohner der Gehöfte besserte sich die Lebenslage nicht, im Gegenteil: 1870 wurde ihnen nur noch das Recht auf Nutz- und Brennholz gewährt. Da dieser Rohstoff für die Bewohner nicht mehr nutzbar war, zog es viele der Männer im Zuge der Industrialisierung ins südliche Saarland; der Bau der Bahnlinie Wemmetsweiler - Nonnweiler beschleunigte diesen Prozess. Die rasant wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften führte auch dazu, dass die Familien kinderreicher wurden und viele von ihnen nicht mehr im Kindesalter infolge von Unterernährung starben. Im Zeitraum von 1770 bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gingen die Kinder im Nachbarort Konfeld zur Schule; erst 1847 entstand die erste Dorfschule in Steinberg, die 1868 um ein zweites Gebäude erweitert wurde. Zu Beginn gingen dort 102 Kinder zur Schule.

Nachdem die direkten Auswirkungen des ersten Weltkrieges, wie sie sich im ganzen Land darstellten, langsam abgeklungen waren, bestimmten nun hohe Arbeitslosigkeit, Streiks und die allgemeine Wirtschaftskrise der Zwanziger Jahre den Alltag auch der Landbevölkerung. Das Saarland wurde vom Gebiet des Deutschen Reiches abgetrennt, was Steinberg aber nicht betraf, da die neue Grenze etwas weiter südlich verlief. Trotzdem arbeiteten viele Männer weiterhin im Saargebiet und konnten so die schlechten Zeiten "weniger schlecht" bewältigen als dies in anderen Gebieten der Fall war. Die Einwohnerzahl stieg daher, wenn auch langsam, von 969 auf 1027 in der Zeit zwischen 1920 und 1939.

Der Zweite Weltkrieg machte dann sämtliche Bemühungen des Aufschwungs zunichte; viele Männer wurden eingezogen und kamen nicht mehr zurück, vielen Familien drohte während und unmittelbar nach dem Krieg Hunger und Not. Während der letzten Kriegstage war Steinberg selbst Ziel feindlichen Beschusses. Das Saarland wurde wiederum vom Deutschen Reich abgetrennt und erhielt eine eigene Regierung: diesmal verlief die Grenze nördlich von Steinberg, sozusagen mitten durch den Wald zwischen Kell und Steinberg. Daher waren in den Folgejahren auch Französische Beamte in Zollhäusern im Dorf untergebracht, die jede Art von Schmuggel zu verhindern versuchten. In den darauf folgenden Jahren kam es zu einem stetigen Aufschwung des Dorfes: die Kanalisation wurde fertig gestellt, ebenso die Ortsbeleuchtung; das Feuerwehrgerätehaus wurde umgebaut und Zollhäuser wurden errichtet; in den Straßen unterhalb der Zollhäuser wurden reihenweise neue Häuser gebaut. Das Straßennetz im Dorf selbst wurde ausgebaut, die Straße nach Wadern 1953 fertig gestellt. Im gleichen Jahr, am 25. Oktober 1953, wurde die neue Kirche eingeweiht. Bereits zwei Jahre später wurde der Grundstein für eine neue Grundschule gelegt, in deren Nebenräumen heute übrigens unser Malteser - Heim untergebracht ist. In den späten Fünfziger und den Sechziger Jahren wurde weiteres Bauland erschlossen, der Waldfriedhof erweitert und das Dorf erlebte einen stetigen Aufschwung in diesen Friedenszeiten.

 

Über die letzten Jahre gäbe es viel zu berichten, was an dieser Stelle aber nur anklingen soll: Seit 1991 unterhält die Stadt Wadern eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Wahrenbrück (Bundesland Brandenburg). Die Pflege dieser Partnerschaft obliegt den Stadtteilen Steinberg und Morscholz. Er wurden eine weitere Siedlunge im unteren Teil Steinbergs (Gartenland) erschlossen, neues Bauland wird zur Zeit gerade "auf der Kripp" erschlossen. Steinberg verfügt mittlerweile über eine Mehrzweckhalle, die "Eichenlaubhalle", die von der Grundschule und von den ansässigen Sportvereinen genutzt wird, ebenso zu bestimmten Terminen oder Veranstaltungen wie beispielsweise dem Altentag oder Karneval.

 

 

 

Veranstaltungskalender 2011

 

Datum

Veranstaltung

 

19.03.2011

Lichterprozession zur Josefskapelle

20.03.2011 "Kuchen für Noten" der Kolpingkapelle Steinberg
30.03.2011 Ausflug des Obst- und Gartenbauvereins
16.04.2011 Sternwallfahrt der Männer zum Bildchen
30.04.2011 Maibaumsetzen
01.05.2011 Einweihung des Dorfplatzes
08.05.2011 Erstkommunion in Steinberg und Morscholz
18.06.2011 Wallfahrt nach Beurig
23.-26.06.2011 Ausbildungslager der Freiwilligen Feuerwehr
16.-19.07.2011 St.-Liborius-Kirmes
   
06.-07.08.2011 Sommerfest des Malteser Hilfsdienstes